Selbstverteidigung,
dieser Begriff ist populärer denn je. Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse werden nahezu überall angeboten.
Hier soll nicht darauf eingegangen werden ob alle diese Kurse, Seminare, Anbieter etc. qualitativ zu empfehlen sind.
Erstaunlich ist vielmehr die Popularität von "Selbstverteidigung".
Leben wir denn wirklich alle so gefährlich, dass es unabdingbar ist sich verteidigen zu können? Knapp beantwortet: JA
Jeder, der sich mit der Thematik auseinandersetzt, sollte versuchen zu verstehen, dass die körperliche Auseinandersetzung der letzte Schritt der Verteidigung ist.
Die "Verteidigung" fängt viel früher an.
- Wie genau "scanne" ich meine Umgebung, registriere ich Personen oder "Dinge" die sich um mich herum abspielen? Ein "geschulter" Blick der sensibel ist, kann viele Situationen gar nicht erst entstehen lassen.
- Wie bewege ich mich, wie zeige ich mich? Die Sprache, die wir mit unserem Körper "sprechen" hat auf die Außenwelt eine Signalwirkung und vermittelt Botschaften. Bin ich ein "Opfertyp"?
- Wie "selbstsicher" trete ich bei Gesprächen auf? "Knicke" ich schnell ein oder vertrete ich meine Ansichten und Meinungen? Wie ist der "Sound" mit dem ich spreche?
- Wie gehe ich mit meinem "Bauchgefühl" um? Dieses Wahnsystem funktioniert immer und lügt nie! Lernen wir, auf uns selbst zu hören wenn der "Bauch" anfängt zu roumoren... der Bauch hat Recht!
Im Training werden diese "Vor-verteidigungs-handlungen" geschult. Das geschieht unbewußt und ist bei regelmäßigem Training automatisiert inbegriffen.
Durch die körperlichen Übungen, Techniken und Situationsabläufe wird der Körper fitter... wir fühlen uns somit besser, leistungsfähiger und gesünder... dieses Gefühl zeigen wir dann wieder durch unsere Körpersprache unserer Umwelt.
Selbstverteidigung bedeutet nicht nur lernen, sich zu prügeln... egal ob in der Schule, im Job oder auch im sozialen Umfeld, wer sich durchsetzen kann, der steht nicht unten in der Nahrungskette.
Die Kunst der Selbstverteidigung zu erlernen kann mithin in allen Lebensbereichen instinktiv angewendet und umgesetzt werden.
Je länger und je intensiver wir Selbstverteidigung lernen, desto weniger "benötigen" wir das belastende Gedankengut einer realen Auseinandersetzung! Wir "leben" die Verteidigung!
Diese hohe Stufe kann und soll nicht in einem Semiar oder Kurs, nicht in einem Monat oder in einem Jahr erreicht werden. Es ist ein lebenslanger Lernprozeß.
Jeder ist in der Lage ein so hohes Ziel anzustreben und zu erreichen, nur eines geht nicht... wir können nicht heute anfangen und morgen alles wissen und können.
Unstrittig ist auch, dass es von staatlicher Seite aus unmöglich ist, uns alle so zu sichern, dass wir nie in eine SV-Situation kommen können. Selbst wenn sich unser Bauchgefühl gemeldet hat und wir spüren eine Gefahr... soll ich dann die Polizei rufen? Vielleicht kommt ja in einer halben Stunde eine Streife vorbei... und die Beamten können auch nur eingreifen, wenn etwas passiert ist. Wir sind auf uns alleine gestellt!
Im Training wird je nach physischen und psychischen Profilen gearbeitet, auch am Trainingspartner! Das setzt immer Disziplin und Respekt allen Teilnehmern gegenüber voraus.
"Schlägertypen" und "Alleskönner" kommen nicht zu uns oder nur einmal!
Das "gute" Gefühl soll jeder Teilnehmer bei uns genießen und jeder Teilnehmer hat auch ein Recht darauf!
Haben auch SIE Lust bekommen mit einzusteigen? Alle KTJ-Schulen und Vereine haben diese Ansprüche, SIE sind gut aufgehoben!
dafür stehen wir:
Martin Eichler, SV Lehrer KTJ mit Diplom DSSV
Christian Wagner, SV Lehrer KTJ mit Diplom DSSV
Nina Mailänder, SV Lehrerin KTJ mit Diplom DSSV